Betriebliche Suchtprävention: Konzepte und Aufgaben des Betriebsrats

Alkohol, Medikamente, Essstörungen, InternetabhängigkeitMit Besuch einer Suchthilfe-Einrichtung!
Seminar-Nr.
44
Wieder dabei

Suchtprobleme am Arbeitsplatz gezielt angehen, Betroffene optimal unterstützen!

Nach dem Seminar kennst du nicht nur typische Merkmale und Verläufe, sondern auch wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen und Bausteine moderner betrieblicher Suchthilfe!

Suchtprobleme machen leider nicht vor dem Werkstor halt. Alkohol verursacht dabei nach wie vor weitaus größere Probleme als alle anderen Suchtmittel und verursacht jährlich Produktivitätsverluste in Höhe von ca. 30 Mrd. Euro. Auf dem Vormarsch sind aber auch Verhaltenssüchte wie z. B. Internetabhängigkeit und leistungssteigernde Medikamente, um mit den Anforderungen einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt und ihren Belastungen umzugehen. Doping im Alltag geschieht dabei vielfach mithilfe von Psychostimulanzien wie Ritalin, die ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential haben. Die klassische Suchthilfe als isolierte Beratung im Unternehmen ist in die Jahre gekommen. Neue Erscheinungsformen von Süchten in der Arbeitswelt führen auch zu veränderten Beratungsansätzen. Betriebsrat und SBV sind hier oft die ersten Ansprechpartner.

Themen

  • Basiswissen Suchterkrankungen
    • Alkohol - Konsummuster, Symptome der Abhängigkeit, Ursachen, Verlauf der Suchterkrankung, Folgen
    • Schmerzmittel, Psychopharmaka, leistungssteigernde Medikamente - Wirkung, Entstehung von Abhängigkeiten
    • Cannabis, Crystal Meth u. a. Drogen - Wirkung, Entstehung von Abhängigkeiten
    • Spielsucht, Kaufsucht, Medienabhängigkeit, gestörtes Essverhalten - erste Alarmsignale, typische Auffälligkeiten von Verhaltenssüchten 
  • Betriebliche Einflussfaktoren und Auswirkungen im Unternehmen u. a. erhöhtes Unfallrisiko, zunehmende Fehlzeiten, Belastung des Betriebsklimas
  • Systemische Sichtweise in der Suchthilfe und -therapie - was ist das?
  • Zusammenarbeit mit Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen - Hilfe durch externe Helfer
    • Formen und Therapiekonzepte
    • Besuch einer Selbsthilfe-Einrichtung - Gespräche mit Betroffenen, Konsequenzen für die Betriebsratsarbeit
  • Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats
    • konstruktiv mit Arbeitgeber und Führungskräften zum Wohle betroffener Arbeitnehmer zusammenarbeiten - so geht´s
    • Grundhaltung der Beteiligten: Der richtige Umgang mit betroffenen Kollegen - Unterstützung ohne Helfersyndrom
    • Co-Abhängigkeiten rechtzeitig erkennen
    • aktiv zuhören: Wer fragt, führt!
    • Umgang mit Rückfällen von abhängigen Kollegen
  • Bausteine moderner betrieblicher Suchtprävention u. a.
    • Arbeitnehmer sensibilisieren, betriebsinterne Aufklärungsarbeit
    • Aufbau eines Arbeitskreises
    • Arbeitsbedingungen verbessern - gemeinsame Aufgaben von Betriebsrat und Arbeitgeber
    • Best Practice-Beispiele
  • Eckpunkte von Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Suchtprävention und -hilfe
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Termin & Ort 5 Tage (Montag - Freitag)

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Travemünde

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Seminargebühr

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1. Teilnehmer1.640,- Euro
2. Teilnehmer1.590,- Euro
3. Teilnehmer1.540,- Euro
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Dozentinnen und Dozenten

Sebastian JornsSuchtberater, Arbeitssicherheitsbeauftragter

Weiterführende und ergänzende Seminare:

Seminar-Nr.
28
Wieder dabei
Praxis-Workshop BEM: Psychisch und suchtkranke Arbeitnehmer umsichtig wiedereingliedern
45
Kollegen in Krisensituationen unterstützen: BR und SBV als Erstansprechpartner
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