Aufbauseminar BEM: Psychisch und suchtkranke Arbeitnehmer wiedereingliedern
BEM-Gespräche sensibel führen, Betroffene optimal unterstützen!
Konkrete Hilfsmöglichkeiten und wichtige externe Krisen-Netzwerke kennen, individuelle Lösungsansätze finden, mit schwierigen Situationen professionell umgehen.
Jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung, jeder Fünfte an einer Depression und so spielt das Thema Psyche zunehmend auch im BEM-Verfahren eine Rolle. Selbst für eingespielte, erfahrene BEM-Teams stellt das eine Herausforderung dar. Sie sind unsicher und ratlos, weil sie den Betroffenen gern helfen möchten, die „klassischen“ und bewährten Rehabilitationsmaßnahmen aber nicht reichen.
Gleichzeitig müssen sie mit den Ängsten, Einwänden und Vorwänden der betroffenen BEM-Berechtigten professionell umgehen. Eine sensible Gesprächsführung ist entscheidend dafür, dass sich der BEM-Berechtigte öffnen kann. Denn viele Menschen haben nach wie vor die Sorge, dass sie bei Bekanntwerden einer psychiatrischen Diagnose oder Suchterkrankung als „verrückt“ bzw. „charakterschwach“ stigmatisiert werden.
Themen
- Kurzüberblick: Krankheitsbilder psychischer Erkrankungen u. a.
- Burn-Out, Depression, Angsterkrankungen, ADHS, Suchterkrankungen – Frühsymptome, Warnsignale, mögliche Auswirkungen im Arbeitsalltag
- Arbeits- und persönlichkeitsbedingte Ursachen psychischer Fehlbelastungen
- Leistungsdruck, Mobbing, Stress, Home-Office und Social Distancing u. v. m.: Psychische Belastungsfaktoren am und Auswirkungen auf den Arbeitsplatz
- Schritt für Schritt: Psychisch- und suchtkranke Arbeitnehmer im BEM wiedereingliedern
- Besonderheiten im BEM-Verfahren
- Entscheidend: Möglichst frühzeitige und stufenweise Wiedereingliederung
- Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, soziale Beziehungen u. v. m.: Psychische Fehlbelastungen im Betrieb identifizieren
- Handlungsfelder erkennen, passgenaue Maßnahmen planen
- Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Geeignete Maßnahmen erfolgreich durchsetzen
- Unterstützung bei ambulanter oder stationärer Behandlung
- Welche Krisen-Netzwerke stehen BR und SBV zur Verfügung? Externe Reha-Träger, ihre Aufgaben und Fördermöglichkeiten
- Das A und O: Maßnahmen aktiv begleiten, Rückkehrer gezielt unterstützen
- Prävention als langfristiges Ziel: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz reduzieren, Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig fördern
- Der richtige Umgang mit psychisch- und suchtkranken Arbeitnehmern im BEM-Verfahren – Tipps für die Gesprächsführung und praktische Übungen
- Der äußere Rahmen: der optimale Zeitpunkt, Teilnehmerkreis u. v. m.
- Die eigene Rolle klären, Grenzen der Verantwortung erkennen, mit der eigenen Belastung umgehen
- Betroffene Arbeitnehmer angemessen ansprechen, den richtigen Ton treffen
- Ein vertrauensvolles Gesprächsklima aufbauen
- Aktiv zuhören, die richtigen Fragen stellen
- Erwartungen und Ziele klären, Lösungen erarbeiten
- Ein Balance-Akt: Emotionale Nähe und sachliche Distanz
- „Was brauchst du, um dich auf das BEM einlassen zu können?“ Blockaden und Widerstände lösen
- Umgang mit Störungen, starken Emotionen und Manipulationsversuchen
- Aus der Praxis: Die Arbeit der sozialpsychiatrischen Dienste – Besuch eines Sozialarbeiters im Seminar
Seminargebühr
| 1. Teilnehmer | 1.690,- Euro |
|---|---|
| 2. Teilnehmer | 1.590,- Euro |
| 3. Teilnehmer | 1.540,- Euro |
| Jeder weitere Teilnehmer | 1.540,- Euro |
| zzgl. MwSt. und Hotelkosten | |

